Neben dem Erdfloh ist jetzt auch der Schwarze Kohltriebrüssler aktiv. Jetzt gilt es, Gelbschalen zu kontrollieren und Bestände regelmäßig zu beobachten.
In einigen Regionen fliegt er derzeit in die Rapsbestände ein. Wird der Bekämpfungsrichtwert in der Gelbschale überschritten, sollten Sie den Raps innerhalb weniger Tage mit einem Pyrethroid behandeln.
Die Schädlinge im Kurzporträt:
- Schwarzer Kohltriebrüssler: Der Käfer fliegt ab Mitte September aus Hecken und Gehölzen in die Rapsfelder ein. Seine Larven fressen am Vegetationskegel, der Haupttrieb stirbt dadurch oft ab.
- Rapserdfloh: Die Erdfloh-Larven haben sechs Beine und treten häufig zeitgleich mit dem Kohltriebrüssler auf. Nach dem Auflaufen sollten Sie besonders auf den Reifungsfraß des Käfers an den Blättern achten.
Bitte beachten Sie die jeweils gültigen Zulassungsbestimmungen und Anwendungshinweise auf den Etiketten der Pflanzenschutzmittel. Ihre regionale Beratung unterstützt Sie bei der konkreten Maßnahmenplanung.
Schadschwellen im Überblick
Schwarzer Kohltriebrüssler
- Richtwert: 5 bis 10 Käfer pro Gelbschale
- Bei Überschreitung innerhalb weniger Tage mit einem Pyrethroid behandeln, vor der Eiablage
Rapserdfloh
- Keimblatt bis 3-Blatt: mehr als 10 % Lochfraß am Blatt
- 4- bis 6-Blatt: 50 bis 75 Käfer pro Gelbschale innerhalb von 3 Wochen
- Bis Vegetationsbeginn: 3 bis 5 Larven pro Pflanze
Beide Käferarten zusammen: 50 Käfer je drei Wochen
Die Richtwerte sind regional unterschiedlich. Maßgeblich sind die aktuellen Empfehlungen Ihres Landes-Pflanzenschutzdienstes.
